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Die Eröffnung der Kita "Küchensee"

„Wir können den Lauf der Sonne nicht ändern, wir können aber Sonne auf die Seele legen.“

Das ist, wie die Geschäftsführerin Doris Butschke sagt, das Gesamtanliegen des Vereins „Sonnenschein e. V. Kehrigk“. Mit der Eröffnung seines neuen Domizils und gleichzeitig Hauptsitzes im Storkower Stadtteil Küchensee gelungen ist das dem Verein auch voll gelungen. Aus einem unansehnlich grauen DDR-Kita-Bau ist mit Hilfe von Fördermitteln aus dem LEADER-Programm und vielen tüchtigen regionalen Firmen ein einladendes, zweigeteiltes Gebäude geworden, außen wie innen alles tip top in freundlichen Farben, mit hellen Räumen und Blick ins Grüne. Über zwei Millionen Euro habe die Sanierung gekostet, erklärte Doris Butschke am 8. Oktober zu einer Eröffnungsfeier im kleinen Rahmen. Im „Eingewöhnungsbetrieb“ befindet sich die Einrichtung bereits seit 1. September.

Zuerst gelangt der Besucher an den mit rotem Eingang gekennzeichneten Gebäudeteil. Hier befindet sich im Obergeschoss mit fünf Mitarbeitern die Verwaltung des Freien Trägers der Jugendhilfe des Landkreises Oder-Spree. Die gesamte untere Etage aber gehört den 35 Kindern der neuen Kita „Küchensee“ vom Krippenalter an bis zur Einschulung. „Es sind neu geschaffene Kitaplätze, und mit ihnen wurden auch sechs neue Arbeitsplätze gebraucht, vier pädagogische und zwei technische für Küche und Reinigung“, ist die Geschäftsführerin, die seit 2013 im Amt ist, stolz. Eine Besonderheit ist das Kinderrestaurant, in dem Vollverpflegung aus der eigenen, hochmodernen Küche serviert wird. Sie ist das Reich von Koch Jan Wolff, der sich freut, wenn auch einmal Kinder mithelfen. „Es gibt als Einladung zum Mitmachen einen 'Schnippeltisch' für die Kleinen, die hier auch schon selbst den Belag für ihre Pizza zubereitet haben“, erzählt Doris Butschke. „Gesunde Ernährung ist ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Konzeption, und wir halten uns an die Ernährungsvorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.“ Bei individuellen Speiseunverträglichkeiten werde auch für einzelne Kinder ganz individuell gekocht. „Wir probieren aus, was die Kinder gern annehmen. Kein Kind soll etwas essen, was ihm nicht schmeckt“, verpricht die Geschäftsführerin.

Das Grundmodell des Kita-Bereichs, der von Susann Möbus geleitet wird, ist die offene Arbeit mit den Schwerpunkten Sprache und Kommunikation sowie Motorik und Bewegung. Dazu sind Erzieherinnen mit spezieller Ausbildung ausgewählt worden. Die Geschäftsführerin weiß: „Es wird viel gesungen, vorgelesen, gereimt, es werden Sprachspiele veranstaltet.“ Für Motorik und Bewegung sind spezielle Geräte entsprechend der Bewegungspädagogin Elfriede Hengstenberg (1892 – 1992) angeschafft worden, die in einem extra Bewegungsraum stehen. Am Spielplatz hinter dem Haus mit hohen Bäumen ist noch viel zu tun, aber ein neuer, großer Sandkasten und ein Trampolin sind schon da. Doris Butschke weist darauf hin: „Es wird ein schöner Rasen angelegt werden, und es kommen noch weitere attraktive Spielgeräte dazu.“ Ansonsten gehört zum Konzept: „So viel wie möglich in die Natur und Umwelt, in die frische Luft, in den Wald“, so Doris Butschke. „Wir setzen auf die natürliche Neugier der Kinder, setzen auf eine Beziehung zwischen Erzieher und Kind, die dem individuellen Bedürfnis des Kindes gerecht wird, seine Subjektivität betont und insbesondere alle Prozesse der wechselseitigen Anerkennung berücksichtigt, das heißt, Partizipation wir in vollem Umfang praktiziert, um seine freie Entfaltung zu unterstützen“, umreißt sie den pädagogischen Ansatz. Ganz wichtig sei: „Das Kind ist nicht Objekt, sondern das Subjektive wird betont, um ihm durch Werte auch Orientierung zu geben.“

Der zweite Gebäudeteil ist durch einen leuchtend gelben Eingang gekennzeichnet. Hier haben unter der Obhut von Teamleiter Markus Fischer zwei stationäre Wohngruppen ihr Zuhause gefunden. 18 Kinder und Jugendliche, aktuell im Alter von sechs bis 17 Jahren, wohnen hier in einem eigenen Zimmer mit Dusche und Toilette. Dazu kommen eine Gemeinschaftsküche, ein Wohn- und Ess-Bereich, ein Kreativraum und ein Familienzimmer.

Der Verein hat das Gebäude „nach nur zwei Absprachen“, ist Doris Butschke dankbar, von der Stadt kaufen können. Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig ist begeistert von dem Geschaffenen und lädt alle Mitarbeiter und Kinder auf die Burg ein. „Wir diskutieren den generellen Bedarf an sozialer Infrastruktur im Bezug auf Einwohnerzuwächse und müssen weiter tätig werden in allen Bereichen: Schule, Hort, Kita, obwohl momentan unser Bedarf gedeckt ist, auch dank dieser Kita“, wertet sie zufrieden aus.

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